Caratello Weine - les vins italiens
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Im Anbaugebiet des Chianti Classico befinden sich renommierte Produzenten wie Montevertine, San Giusto a Rentennano oder Fontodi. Ihre Spitzengewächse Pergole Torte, Percarlo oder Flaccianello gelangen allerdings nicht als Chianti Classico DOCG in den Handel, sondern als Toscana IGT. Sie entstanden in einer Zeit, als das Disciplinare des Chianti Classico so restriktiv war, dass es beispielsweise keine internationalen Sorten zuliess. Das ist heute anders: Ein Chianti Classico muss zu mindestens 80 Prozent aus Sangiovese bestehen, die restlichen Anteile können sich regionale oder internationale rote Sorten teilen. 10 000 Hektaren des Gebiets zwischen Florenz im Norden und Siena im Süden sind mit Reben bestockt, wobei auf zwei Dritteln der Fläche Chianti-Classico-Weine produziert werden können. Es ist ein Wein mit Geschichte.

Am 24. Mai 1924 versammelten sich im Palazzo des Sindaco von Radda Winzer aus der Gegend, um ein Schutzkonsortium für ihre Weine zu gründen. Sie wählten den Gallo Nero, den schwarzen Hahn, als Symbol. 2014 lancierte das Consorzio Vino Chianti Classico einen neuen Weintyp: die Gran Selezione. Das Top-Produkt soll rund zehn Prozent der gesamten Jahresproduktion von 35 Millionen Flaschen ausmachen. Die Verantwortlichen erhoffen sich mit dieser Premiumlinie auch, dass die IGT-Weine zum Gallo Nero finden. Die DOCG-Weine mit der Schutzmarke des Gallo Nero stammen aus der klassischen, bereits 1716 von Grossherzog Cosimo III. (1642–1723) definierten Zone. Sie war deutlich kleiner als heute. Das waldreiche, hügelige Gebiet (250 bis 600 m ü. M.) ist unter anderem durch die runde 70 Kilometer lange Weinstrasse Via Chiantigiana erschlossen. Zum Gebiet zählen der Grösse nach die Gemeinden Castellina, Greve, Castelnuovo Berardenga, San Casciano Val di Pesa, Gaiole, Radda, Tavarnelle Val di Pesa, Barberino Val d’Elsa und Poggibonsi. Als besonders gute Lagen gelten die mittleren Höhen südlich von Greve und nördlich von Radda und Castellina sowie die Hänge, die sich von Gaiole nach Süden bis Castelnuovo Berardenga in Richtung des Arbiatals erstrecken.

Die typischen Chianti-Classico-Bodenarten sind Galestro (lockerer Kalkmergel) und Alberese (verwitterter Sandstein), die auch bei starkem Regenfall nicht zu feucht werden. 80 Prozent eines Chianti-Classico-Weins müssen heute aus Sangiovese bestehen. Die meistverwendeten Komplementärsorten sind Canaiolo Nero, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah. Die ehemals zulässigen weissen Sorten Trebbiano und Malvasia sind heute verboten. Als Höchsterträge gelten pro Pflanze zwei Kilogramm und pro Hektare 7500 Kilogramm. Ein Chianti Classico darf nicht vor dem 1. Oktober des Folgejahrs in den Verkauf gelangen. Die Riserva muss mindestens 24 Monate ausgebaut werden, die Gran Selezione 30 Monate. Letztere darf ausschliesslich aus betriebseigenen Trauben gekeltert werden. 80 Prozent aller Weine gehen in den Export. In den USA wird fast ein Drittel der Gesamtproduktion abgesetzt. Die Schweiz ist der sechsgrösste Markt für Gallo-Nero-Weine.

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