Die messbare Qualität
Olivenöl gibt es in unterschiedlichster Qualität: Boden und Pflanzen, die Pflege der Bäume, die Art und Weise, wie die Früchte geerntet werden, sind ebenso wichtig wie die Verarbeitung. Arbeitsgänge, die ähnlich wie beim Wein, sorgfältig, mit viel Fachkompetenz und grossem Aufwand erfüllt werden können oder aber rationell und kostensparend. Damit erklären sich nicht nur die gewaltigen Preisunterschiede, sondern vor allem auch die unterschiedlichen Qualitäten mit ihren Wirkungen auf die Gesundheit, den Geschmack und auch die Verwendungsmöglichkeiten.
Zuverlässiger als Noten, Punkte und schöne Beschreibungen sind beim Olivenöl die analytischen Daten. Sie geben Aufschluss über die Professionalität und Sorgfalt, mit der es hergestellt wurde und sagen alles über den Wert des Öls.
Jedes Olivenöl mit dem Garantiezeichen „L’Olio secondo Veronelli“ ist begleitet von einer detaillierten Analyse.
Beachten Sie die wichtigsten Werte:
Polyphenole*: je höher der Wert, umso würziger/schärfer und bitterer wertvoller das Öl. Der Wert sollte nicht unter 200mg/kg sein.
Die Peroxydzahl sollte unter 10 meq/O2/kg sein. Ein höherer Wert lässt auf unsorgfältige Handhabe bei der Ernte oder vor und während der Verarbeitung schliessen. Überhöhte Peroxyd-Werte in Lebensmitteln sind schädlich.
Es gibt wunderbare Olivenöle von Produzenten, die nicht das Label „L’Olio secondo Veronelli“ tragen. Wer aber sichergehen will und weiss, dass nicht alle Qualitätsmerkmale eines hochwertigen Öls sich mit dem Auge und Geschmack feststellen lassen, verlässt sich auf die Garantie dieses Labels: Es ist das einzige, das die Erhaltung aller wichtigen Kriterien überwacht.
* Die Polyphenole beeinflussen wesentlich den geschmacklichen Eindruck: Polyphenolgehalt 200-300 mg/l = würzig), 300-400 mg/l = rassig und leicht bitter, über 400 mg/l = scharf und bitter. Wovon der Polyphenolgehalt abhängt, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.
